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Otto Fürst von Bismarck
Otto Fürst von Bismarck
deutscher Reichskanzler und Staatsmann (1815 - 1898)

Otto von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen geboren.

Bismarck - auch der Eiserne Kanzler genannt - war der Gründer und erster Kanzler des Deutschen Reiches, welches er in der Zeit von 1871 bis 1890 regierte. . Bismarck setzte sich sogar gegen den König durch, der den Krieg zunächst weiterführen wollte.

Otto Fürst von Bismarck Bismarck wurde nun Kanzler des Norddeutschen Bundes, der die Staaten nördlich der Mainlinie vertrat. Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gründete Bismarck das Deutsche Reich, dessen erster Reichskanzler er wurde.

Ihren Nationalstaat ließen sich die Deutschen von dem stramm preußisch königstreuen und antiparlamentarissch gesonnen Reichskanzler schenken.

In der Folgezeit bemühte sich Bismarck das durch seine Lage in Mitteleuropa gefährdete Europa durch ein vorausschauende Bündnis- und Vertragspolitik zu sichern.

Eines der wichtigsten Ziele seiner Außenpoliltik war es dabei, Frankreich in die politische Isolation zu drängen. In der Innenpolitik versucht Bismarck den Einfluss der Sozialdemokratie zurückzudrängen. Er verabschiedete 1878 das Sozialistengesetz, welches des Verbot sozialistischer Zeitungen und Versammlungen vorsah.

Bismarck nahm das zweite Attentat auf Kaiser Wilhelm I. zum Anlass, das Sozialistengesetz im Reichstag zu initiieren, das bis 1890 in Kraft blieb. Dieses Ausnahmegesetz, das seinen Zweck letztlich verfehlte, erlaubte es, die sozialistische Agitation zu verbieten, ließ jedoch die politische Arbeit der Sozialdemokratischen Partei in Wahlmandaten wie beispielsweise im Reichstag unangetastet.

Der Reichskanzler setzte die Trennung von Staat und Kirche im Sinne dem Laizismus durch, stärkte damit den Einfluß des Staates und verdrängte den weltlichen Einfluss der Kirche.

Otto Fürst von Bismarck

Reichsanzler Otto von Bismarck wurde innenpolitisch auch als bedeutender Sozialreformer bekannt. Bismarcks Sozialpolitik war fortschrittlich orientiert, denn mit dieser hoffte er, dem Ansinnen der Arbeiterschaft nach voller staatsbürgerlicher Gleichheit durch soziale Massnahmen begegnen zu können. Er führte daher eine Arbeitsschutz- und Sozialgesetzgebung ein, die u.a. die Krankenversicherung, Invaliden- und Altersversorgung beinhaltete.

Von 1871 bis 1878 führte Bismarck den so genannten »Kulturkampf« gegen die katholische Kirche und die katholische Zentrumspartei, da er fürchtete, diese seien „Reichsfeinde“ und dem Papst mehr zugetan als dem deutschen Kaiser.

Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurden Rechte und Machtstellung der Kirche durch Reichs- und preußische Landesgesetze beschnitten (Kanzelparagraph, Brotkorbgesetz) und auch die Zivilehe eingeführt. Mit dem ersten Milderungsgesetz (»Brotkorbgesetz«) leitete der Reichskanzler das Ende des Kulturkampfes ein.

In diesem Zusammenhang äußerte Bismarck in einer Reichstagsrede den bekannten Satz:
Seien Sie außer Sorge, nach Canossa gehen wir nicht - weder körperlich noch geistig.

Den Kulturkampf musste er jedoch nach einigen Jahren abbrechen. Er setzte nur die staatliche Schulaufsicht, die Einführung von Standesämtern sowie die Zivilehe durch.

1888 starb Kaiser Wilhelm I. Nachfolger wurde der 28-jährige Thronfolger Wilhelm II., welchen der Fürst vorher selbst gegen dessen Vater ausgespielt hatte.

Im europäischen Ausland galt Bismarck als Inbegriff eines Preußen und Verkörperung des Preußentums. Bismarcks Bild im europäischen Ausland entsprach dem eines pflichtbewußten und disziplinierten Preußen.

Persönliche und sachliche Gegensätze führten dazu, dass Bismarck 1890 von Kaiser Wilhelm II. entlassen wurde. Seinen pompös inszenierten Abgang als Reichskanzler nannte er "ein Leichenbegräbnis erster Klasse". Kaiser Wilhelm II. beförderte den "Eisernen Kanzler" im Alter von 75 Jahren in den Ruhestand.

Nachdem der Lotse von Bord gegangen war, pflegte er auf seinem Gut Friedrichsruh bei Hamburg seinen Unruhestand.

Otto von Bismarck starb am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg.






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