Otto Fürst von Bismarck-Biografie

Otto Fürst von Bismarck
Otto Fürst von Bismarck
deutscher Reichskanzler und Staatsmann (1815 - 1898)

Otto von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen geboren.

Bismarck - auch der Eiserne Kanzler genannt - war der Gründer und erster Kanzler des Deutschen Reiches. Zuvor war er Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes.

Als preussischer Gesandter am Bundestag in Frankfurt am Main kämpfte er für Vorherrschaft Preußens.
Am 23. September 1862 wurde Bismarck von König Wilhelm I. im Verfassungskonflikt zum preußischen Ministerpräsidenten, am 8. Oktober 1862 dann noch zum Außenminister berufen.

Bismarck war als Monarchist bekannt und bot als einer der wenigen die Garantie, bedingungslos für den preußischen König gegen das Parlament die notwendige Militärreform durchzusetzen.

1866 führte das Ringen um die Vormachtstellung in Deutschland zum Krieg zwischen Preußen und Österreich, der zugunsten Preußens endete.

Der Deutsche Krieg im Jahre 1866 verursachte die Auflösung des Deutschen Bundes, wobei Bismarck gegen den Widerstand des Militärs eine Demütigung Österreichs vermied . Bismarck setzte sich sogar gegen den König durch, der den Krieg zunächst weiterführen wollte.

Otto Fürst von Bismarck Bismarck wurde nun Kanzler des Norddeutschen Bundes, der die Staaten nördlich der Mainlinie vertrat. Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gründete Bismarck das Deutsche Reich, dessen erster Reichskanzler er wurde.

In der Folgezeit bemühte sich Bismarck das durch seine Lage in Mitteleuropa gefährdete Europa durch ein vorausschauende Bündnis- und Vertragspolitik zu sichern.

Eines der wichtigsten Ziele seiner Aussenpoliltik war es dabei, Frankreich in die politische Isolation zu drängen. In der Innenpolitik versucht Bismarck den Einfluss der Sozialdemokratie zurückzudrängen. Er verabschiedete 1878 das Sozialistengesetz, welches des Verbot sozialistischer Zeitungen und Versammlungen vorsah.

Bismarck nahm das zweite Attentat auf Kaiser Wilhelm I. zum Anlass, das Sozialistengesetz im Reichstag zu initiieren, das bis 1890 in Kraft blieb. Dieses Ausnahmegesetz, das seinen Zweck letztlich verfehlte, erlaubte es, die sozialistische Agitation zu verbieten, ließ jedoch die politische Arbeit der Sozialdemokratischen Partei in Wahlmandaten wie beispielsweise im Reichstag unangetastet.

Otto Fürst von Bismarck Otto von Bismarck wurde innenpolitisch auch als bedeutender Sozialreformer bekannt. Bismarcks Sozialpolitik war fortschrittlich orientiert, denn mit dieser hoffte er, dem Ansinnen der Arbeiterschaft nach voller staatsbürgerlicher Gleichheit durch soziale Massnahmen begegnen zu können. Er führte daher eine Arbeitsschutz- und Sozialgesetzgebung ein, die u.a. die Krankenversicherung, Invaliden- und Altersversorgung beinhaltete.

Von 1871 bis 1878 führte Bismarck den so genannten »Kulturkampf« gegen die katholische Kirche und die katholische Zentrumspartei, da er fürchtete, diese seien „Reichsfeinde“ und dem Papst mehr zugetan als dem deutschen Kaiser.

Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurden Rechte und Machtstellung der Kirche durch Reichs- und preußische Landesgesetze beschnitten (Kanzelparagraph, Brotkorbgesetz) und auch die Zivilehe eingeführt. Mit dem ersten Milderungsgesetz (»Brotkorbgesetz«) leitete der Reichskanzler das Ende des Kulturkampfes ein.

In diesem Zusammenhang äußerte Bismarck in einer Reichstagsrede den bekannten Satz:
Seien Sie außer Sorge, nach Canossa gehen wir nicht - weder körperlich noch geistig.

Den Kulturkampf musste er jedoch nach einigen Jahren abbrechen. Er setzte nur die staatliche Schulaufsicht, die Einführung von Standesämtern sowie die Zivilehe durch.

1888 starb Kaiser Wilhelm I. Nachfolger wurde der 28-jährige Thronfolger Wilhelm II., den der Fürst selbst gegen dessen Vater ausgespielt hatte.

Persönliche und sachliche Gegensätze führten dazu, dass Bismarck 1890 von Kaiser Wilhelm II. entlassen wurde. Seinen pompös inszenierten Abgang als Reichskanzler nannte er "ein Leichenbegräbnis erster Klasse". Kaiser Wilhelm II. beförderte den "Eisernen Kanzler" im Alter von 75 Jahren in den Ruhestand.

Nachdem der Lotse von Bord gegeangen war, pflegte er auf seinem Gut Friedrichsruh bei Hamburg seinen Unruhestand.

Der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches Otto von Bismarck starb am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg.




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