Ernst Jünger-Biografie

Ernst Jünger
deutscher Schriftsteller (1895 - 1998)

Ernst Jünger wurde am 29. März 1895 in Heidelberg geboren.

Ernst Jünger war ein deutscher Schriftsteller, Zeitzeuge und Chronist des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Geistesaristokrat und elitärer Denker. Mit seinen Werken gehört er zu den wichtigsten Autoren der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Ernst Jüngers Werdegang ist eng mit dem Ersten Weltkrieg verknüpft, der für ihn ein einschneidendes Erlebnis darstellte, das ihn später in seinem literarischen Wirken sehr stark prägen sollte.

1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger zur Front. Nach dem Notabitur diente er im 73. Füsilierregiment an der Westfront in Frankreich und Flandern. Er wurde zum Offizier befördert und diente ab 1917 als Chef diverser Kompanien dieses Regiments.

Frontstellung im Ersten Weltkrieg Als Führer von Patrouillen und Stoßtrupps zeichnete er sich dabei besonders aus. Insgesamt erlitt er sieben Doppelverwun-dungen und wurde 1918 als Infanterieleutnant mit dem Orden Pour le Mérite, dem bedeutendsten militärischen Orden Preußens, sowie dem Eisernen Kreuz 1. Klasse und weiteren Orden ausgezeichnet. Das Kriegsende erlebte der Kriegsheld im Lazarett.

Nach dem Ersten Weltkrieg begann Jünger, seine Kriegserfahrungen an der Westfront literarisch zu verarbeiten. Seine Kriegserlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg verarbeitete er in zahlreichen stilbildenden Werken der Kriegslyrik aus dem Infanteriekampf »In Stahlgewittern«, »Aus dem Tagebuch eines Stoßtruppführers« (1920), »Der Kampf als inneres Erlebnis« (1922), »Sturm« (1923), »Das Wäldchen 125« (1925) und »Feuer und Blut« (1925).

In Stahlgewittern In Jüngers Kriegsroman und Erstlingswerk »In Stahlgewittern« verherrlicht er den Kampf als etwas Bejahenswertes. Dieser wurde von der rechten Presse mit Begeisterung aufgenommen und als „Siegfried-Buch“ bezeichnet. Fortan haftete dem Elitedenker der Vorwurf der Kriegs- und Gewaltverherrlichung an. Ernst Jünger gilt seitdem als einer der größten Kriegsverherrlicher dieses Jahrhunderts.

Nach seinem Ausscheiden aus der Reichswehr (1923) studierte er in Leipzig und Neapel Zoologie und Philosophie. Das Studium brach er jedoch ohne Abschluss ab und wandte sich ganz der Schriftstellerei zu.

Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 versuchten diese, den Kriegshelden Ernst Jünger für sich zu gewinnen. Ihm wurde ein Sitz im Reichstag angeboten, den der Geistesaristokrat jedoch ablehnte. Jünger entzog sich 1933 allen nationalen Appellen in die Provinz. Im selben Jahr wies Jünger die Aufnahme in die – nationalsozialistisch „gesäuberte“ – Dichterakademie zurück. Trotz seiner Sympathie für die Idee einer nationalen Revolution hielt sich Jünger, nach anfänglichen Kontakten, von Hitler und der NSDAP fern und wahrte die Distanz zu den Machthabern.

Auf den Marmorklippen 1939 erschien seine Erzählung »Auf den Marmorklippen«, eine Parabel, in der kaum verhüllte Kritik an den blutigen Methoden des Oberförsters, der die Macht übernommen hat, geäußert wurde. Jünger selbst wehrte sich aber zeitlebens mehr oder minder vehement gegen die Interpretation der »Marmorklippen« als Schlüsselroman bzw. „Widerstandsbuch“.

1939 wurde Jünger zur Wehrmacht eingezogen und zum Hauptmann befördert; zunächst kam er als Kompaniechef am sog. Westwall gegenüber der Maginot-Linie zum Einsatz. Später fand er Verwendung im Stab des Militärbefehlshabers von Frankreich in Paris, wo er unter anderem für die Briefzensur zuständig war. Als wichtiges Zeitdokument einer deutschen, gleichwohl anti-nationalsozialistischen Sicht des Zweiten Weltkrieges, entstanden die Pariser Tagebücher, die einige Jahre später in das Buch »Strahlungen« Eingang fanden.

1942 schickte der Militärbefehlshaber in Frankreich Karl-Heinrich von Stülpnagel Jünger in den Kaukasus, angeblich um die Truppenmoral vor einem eventuellen Attentat auf Adolf Hitler zu untersuchen. Dort setzte Jünger sein Tagebuchwerk unter dem Titel »Kaukasische Aufzeichnungen« fort, welche ebenfalls in die »Strahlungen« aufgenommen wurden.

Jünger stand zahlreichen Beteiligten des Attentats vom 20. Juli 1944 nahe. Im September 1944 wurde er aus der Wehrmacht entlassen. Er zog sich nach Kirchhorst in Niedersachsen zurück, wo er gegen Kriegsende als Volkssturmkommandant befahl, keinen Widerstand gegen die anrückenden alliierten Truppen zu leisten. Jüngers Sohn wurde 1944 aufgrund kritischer Bemerkungen in ein Strafbataillon versetzt und fiel kurz darauf in Italien.

Nach dem Krieg siedelte Jünger zunächst nach Ravensburg in die französische Besatzungszone und später dann in den Ort Wilflingen (heute Ortsteil der Gemeinde Langenenslingen, Landkreis Biberach) in Baden-Württemberg, über.

Der Waldgang 1951 veröffentlichte er mit seinem Roman »Der Waldgang« eine Widerstands-Fibel gegen Totalitarismus und Anpassung.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Romane »In Stahlgewittern«, »Auf den Marmorklippen«, »Der Waldgang« und »Der Sturm«.

Ernst Jünger wurde für sein umfassendes und jahrhundert-übergreifendes Werk mit zahlreichen literarischen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet.

Er war Zeitzeuge und Chronist eines bewegten Jahrhunderts, dessen Geschehnisse er in vielen zeitgenössischen Werken festhielt.

Ernst Jünger starb am 17. Februar 1998 in Riedlingen.



    Ernst Jünger-Werk

In Stahlgewittern
In Stahl-
gewittern
Auf den Marmorklippen
Auf den
Marmorklippen
Auf den Marmorklippen
Auf den
Marmorklippen
Der Waldgang
Der Waldgang
Sturm
Sturm
Strahlungen I
Strahlungen I
Sämtliche Werke
Sämtliche Werke




    Ernst Jünger-Werk

Sämtliche Werke
Sämtliche Werke
Sämtliche Werke
Sämtliche Werke
Sämtliche Werke
Sämtliche Werke
An der Zeitmauer
An der Zeitmauer
Der Waldgang
Der Waldgang
Das Abenteuerliche Herz. Erste Fassung
Das Abenteu-erliche Herz



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