Laotse-Biografie

Laotse
Laotse
chinesischer Philosoph (um 300 v. Chr.)

Laotse, eigentlich Laozi, wurde in der Präfektur Ku im heutigen Hénán geboren.
Je nach Umschrift wird der Name auch Laozi, Lao-Tse oder Lao-tzu geschrieben.

Laotse war ein in bedeutender chinesischer Philosoph und Religionslehrer.
Er lebte der Überlieferung nach im 4. oder 3. Jahrhundert v. Chr.

Über ihn gibt es nur wenige, meist wiedersprüchliche historische Angaben: nach gängigen Überlieferungen wurde er im 6. Jahrhundert, nach neueren Datierungsversuchen im 3. Jahrhundert geboren.

Laotse diente als Archivar in der Bibliothek der Zhou. Als er Chaos und den Verfall des Reiches vorhersah, verließ er das Land.

Er war der Begründer der Lehre vom Tao, die den Menschen u.a. durch Nächstenliebe und Selbstbesinnung den rechten Weg zeigen will.

Laotse lehrte, daß Tao, der Weg des Absoluten und des Nicht-Seins, durch die Tugenden Enthaltsamkeit, Demut und Mitleid erlangt werden kann.

Diese Lehre hat sich zum Taoismus weiterentwickelt.

Das Dàodéjing (Tao Te King), der einflussreichste daoistische Text, wird ihm zugeschrieben.

Trotz der beeindruckenden Überlieferung umfangreicher Chroniken und Listen von Herrschern aus China ist über Laotse ansosnsten fast nichts bekannt. Es ist noch nicht einmal sicher, ob Laotse bzw. Laozi wirklich gelebt hat.