William Somerset Maugham-Biografie

William Somerset Maugham
William Somerset Maugham
englischer Schriftsteller und Arzt
(1874 - 1965)

William Somerset Maugham wurde 25. Januar 1874 in Paris als Sohn eines Anwalts geboren.

William Somerset Maugham war ein englischer Dramatiker, Schriftsteller, Arzt und Agent des 20. Jahrhunderts.

Mit seinem Erstlingswerk »Liza Of Lambeth« (1897) errang er frühen literarischen Erfolg und löste einen Skandal aus. In diesem Roman verarbeitete Maugham Erfahrungen, die er als angehender Arzt in den Armenvierteln Londons gemacht hatte. Das Bürgertum sah es als unpassend an, die Welt der Arbeiter derart naturalistisch darzustellen.

1907 gelang William Somerset Maugham mit dem Theaterstück »Lady Frederick« der erste große öffentliche Erfolg.

Während des Ersten Weltkrieges diente Maugham beim englischen Geheimdienst MI6, für den er zunächst in Italien, der Schweiz und in den USA tätig war. Von dort wurde er 1917 nach Russland beordert, wo die Briten die provisorische Regierung von Alexander Kerenskij an der Macht zu halten versuchten, damit Russland im Krieg gegen die Mittelmächte bleiben würde.

In dieser Zeit war Maugham zugleich Informant des amerikanischen Geheimdienstes. Obwohl Somerset Maugham während seines gesamten Aufenthalts unter Spionageverdacht stand, ließ man ihn - offenbar mit Rücksicht auf seinen internationalen Bekanntheitsgrad - gewähren. Auf diese Art lernte Somerset Maugham bis zur Oktoberrevolution führende russische Politiker kennen und verfasste eine große Zahl wertvoller Berichte. Im Winter 1917 kehrte er nach Großbritannien zurück.

Seine Erfahrungen inspirierten ihn zu »Ashenden: Or, the British Agent« (1928), und er beeinflusste damit mehrere spätere Schriftsteller wie Graham Greene, Eric Ambler, Ian Fleming und John le Carré. Fleming bewunderte Maugham sehr, denn er betrachtete ihn und sich selbst als "die einzigen heutigen Schriftsteller, die über solche Dinge schreiben, die die Leute wirklich genießen: Kartenspiel, Geld, Gold, und so weiter".

Wie Greene reiste Maugham gerne, und diese Leidenschaft zeigte sich auch in vielen seiner Romane. Seine Reisen in die Südsee und nach Fernost fanden Niederschlag in Kurzgeschichten, die Maugham gesammelt ab 1921 veröffentlichte.

In Ihnen finden sich packende und authentische Porträts des "Englishman Abroad", Kolonialfiguren, wie sie bereits Conrads Werke bevölkerten, und die Maugham mit skeptisch-distanziertem Blick meisterhaft zu schildern verstand.

Als Maughams bedeutendste Arbeit wird meist der Roman »Der Menschen Hörigkeit« angesehen, eine autobiographische Geschichte, deren Held, Philip Carey, wie Maugham als Waise bei seinem frömmlerischen Onkel aufwächst und durch einen Klumpfuß gehandicapt ist.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören der »Der Magier« (1908), der Roman »Der Menschen Hörigkeit« (1915), »Auf Messers Schneide« (1943).

William Somerset Maugham starb am 16. Dezember 1965 in seinem Haus in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza.
Maugham wurde nach seinem Tod eingeäschert und seine Asche wurde bei King's School in Canterbury, beigesetzt.