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Leo Tolstoi
russischer Schriftsteller (1828 - 1910)

Leo Tolstoi - russisch Lew Tolstoj - wurde am 9. September 1828 auf dem Gut Jasnaja Poljana bei Tula am Ural als Sohn eines adligen Gutsbesitzers und Enkel des Fürsten Wolkonski geboren.

Leo Tolstoi war ein berühmter russischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Leo Tolstoi gilt neben Fjodor Dostojewski als einer der ganz großen Schriftsteller. Er trug allerdings nicht ganz unmaßgeblich dazu bei, der russischen Literatur zu bescheren, düster, schwermütig und abgründig zu sein.

Tolstoi war ein bedeutender Zeitzeuge und Chronist des russischen Adelslebens. Er selbst war ein Adliger und ein Familienmensch, der mehr als 50 Jahre seines Lebens auf seinem Landgut Jasnaja Poljana lebte.

In seinen Werken, die teilweise stark auf eigenes Erleben zurückgreifen, schildert er gleichermassen treffend die äußere Wirklichkeit und komplizierte seelische Vorgänge.

In seinen Romanen machte er die feudale russische Gesellschaft, die Religion und religiöse Konflikte zu Thema. Zu seinem berühmtesten Werken gehören »Krieg und Frieden«, »Anna Karenina«, »Auferstehung« und die Erzählung »Die Kreutzersonate«.

Erstes literarisches Ansehen errang der Sohn eines adligen Gutsbesitzers mit dem autobiografischen Roman »Kindheit« (1852), der in realistischer Sprache bewusst gegen die russische Romantik gerichtet war. # In dem Zyklus »Sewastopol« (1855/1856) schilderte er drastisch seine Teilnahme am Krimkrieg und die Wandlung zum Pazifisten.

Krieg und Frieden dtv Neuübersetzung 2011

»Krieg und Frieden« - Tolstois wichtigstes Werk - ist ein Monumentalroman über die schicksalhafte Epoche der Napoleonischen Kriege. Spannend schildert er das Leben auf den russischen Landgütern, Bälle, Jagden und Schlittenfahrten, aber auch die entscheidenden Schlachten von Austerlitz, Schöngraben und Borodino.

Vor dem Hintergrund der russisch-napoleonischen Kriege erzählt »Krieg und Frieden« in wahrhaft meisterlicher Manier die Geschichte dreier Familien, deren Schicksale eng miteinander verwoben sind. Der Roman, in den Jahren 1863 bis 69 entstanden, ist ein Meilenstein der russischen Literatur und trug seinem Autor Leo Tolstoi Weltgeltung ein. Furios sind die Schilderungen der blutigen Schlachten bei Austerlitz und Borodino, präzise und einfühlsam die Zeichnungen der Charaktere - ein Meisterwerk, das bis heute nur selten seinesgleichen fand.

Der Romanepos »Krieg und Frieden« entrollt ein Zeit- und Sittenbild der russischen Gesellschaft während der napoleonischen Kriege. Das St. Petersburger und Moskauer Salonleben in seinen unterschiedlichen Schattierungen rückt ebenso ins Bild wie die Cliquen des Hofes und der Armee, der militärische Alltag, die Angelegenheiten der feudalen Güterführung und die Freuden der Jagd am Land, familiäre Szenen, erotisches Werben und maskulines Gepränge. Ein scheinbar müheloser Wechsel zwischen (militär)historisch penibel recherchierter Totale und intimer, fein beobachteter Nahaufnahme.

Sein vierbändiger Roman »Krieg und Frieden« (1868/1869) zeichnet in mehreren ineinander greifenden Handlungssträngen ein Panorama des russischen Adels und Militärs zwischen 1805 und 1812. Dieses Geschichtsepos und der Gesellschaftsroman "Anna Karenina" (1875-1877) über die Affäre einer verheirateten Frau mit einem jungen Offizier machten Tolstoi neben Dostojewski zum bedeutendsten Literaten des russischen Realismus.

Nach der Veröffentlichung von »Anna Karenina« geriet er in eine Schaffenskrise, die ihn vom orthodoxen Glauben abwenden lies.

Nach einer religiösen Krise wandte er sich vom Glauben der orthodoxen Kirche ab, leugnete die Werte der traditionellen Kultur und Gesellschaft und versuchte, durch Unterstützung der Armen, durch die Predigt der Gewaltlosigkeit und Askese den Grundsätzen des Urchristentums nahezukommen.

Seine »Legende von Großinquisitor«, der fanatisch religiös ist, gerade weil er nicht an Gott glaubt, rührt an den Grundsätzen der Moralphilosophie.

Seine Erzählung »Die Kreutzersonate« schildert die Geschichte einer Frau, die ihre musikalische Karriere zugunsten ihres Mannes aufgibt.
Seine Ehefrau Sofia war über dieses Werk wenig erfreut, sah sie doch deutliche Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Ihre Entgegnung auf die »Kreutzersonate« war »Die Frage der Schuld«.

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema der qualvollen Suche nach dem moralischen Ideal, der Eingliederung in das natürliche Leben des Volkes und der Natur durch sein ganzes Schaffen.

Der Schriftsteller betrachtete die Zivilisation als ein Übel, lehnte Gewalt ab und rief sogar dazu auf, dem Bösen nicht mit Gewalt zu widerstehen und predigte die Ideen der moralischen Vervollkommnung der Persönlichkeit.

Leo Tolstoi war ein Schriftsteller, dessen Berühmtheit ihn seine eigene Tolstoi-Bewegung schaffen lies.

Am Ende seines Lebens flüchtete Tolstoi vor den Wirren der Russischen Revolution.

Die beiden Großmeister der Prosa Tolstoi und Dostojewski sind die Vorboten einer religiösen Wende verschiedener kleiner Fraktionen der russischen Intelligenz in der zweiten des 19. Jahrhunderts, die die Frage nach einer göttlichen Erkenntnis aufwerfen.

Der russische Nationaldichter Lew Tolstoj starb am 20. November 1910 in Astapowo im Gouvernement Tambow. Tolstoi wurde auf seinem Landgut, wo er mehr als 50 Jahre seines Lebens verbrachte, in einem schlichten Grab beerdigt.

Tolstoi verbrachte auf seinem Landgut mehr als 50 Jahre seines Lebens und dort wurde 1910 in einem schlichten Grab beerdigt.



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Tolstois Einfluß auf Gandhi

Der russische Schriftsteller Leo Tolstoi, der mit Mahatma Gandhi korrespondierte, hat Gandhis Konzept der Nicht-Kooperation und des gewaltfreien Widerstandes gegen die britische Kolonialherrschaft beeinflußt.

Der junge Gandhi las gerne Tolstois Schriften. Sein Lieblingsbuch war »Das Reich Gottes ist in Euch«.




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