Lech Walesa-Biografie

Lech Walesa
Lech Walesa
polnischer Politiker und Arbeiterführer (* 1943)

Lech Walesa wurde am 29. September 1943 in Popowo bei Lipno, Polen geboren.

Lech Walesa ist ein polnischer Politiker und Arbeiterführer des 20. Jahrhunderts.
Der gelernte Elektriker war von 1980 bis 1990 Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc und von 1990 bis 1995 Staatspräsident Polens. Er organisierte den politischen Wandel Polens von einem kommunistischen Land zur Demokratie.

Stadtansicht von Danzig Sein Leben ist eng mit der Stadt Danzig verbunden. Seine Karriere begann als Werftarbeiter auf einer Danziger Werft. Zunächst lernte und arbeitete er als Elektriker auf der Lenin-Werft. Schon 1970 war Lech Walesa Mitglied des illegalen Streikkomitees auf der Danziger Werft.

Lech Walesa 1980 organisierte der kampferprobte Gewerkschaftler wieder Streiks und die Besetzung der Danziger Werft. Nach dem Beginn des Streiks und der Besetzung der Danziger Werft, erkletterte Walesa am 14. August 1980 illegal die Werftmauer und wurde zum Streikführer. In ganz Polen folgten Arbeiter spontan dem Danziger Beispiel und legten in ihren Betrieben die Arbeit nieder. Einige Tage später stoppte er Arbeiter, die die Danziger Werft verlassen wollten und überzeugte sie, ein Streik-Koordinationskomitee zu bilden, das den Generalstreik in Polen anleiten und unterstützen sollte.

Lech Walesa Lech Walesa ist der Gründer der ersten unabhängigen Gewerkschaft in Polen und im gesamten Ostblock. Am 17. September 1980 wurde die Gewerkschaft »Solidarnosz« gegründet. In dieser Gewerkschaft konzentrierte sich die Opposition gegen die sozialistische Regierung.
Er behielt das Amt des Vorsitzenden der unabhängigen Gewerkschaft »Solidarnosz« bis Dezember 1981, als Premierminister Wojciech Jaruzelski das Kriegsrecht verkündete und die Solidarnosz-Bewegung verbot.

Die Gewerkschaft wurde Ende 1982 verboten und Lech Walesa inhaftiert. Am 14. November 1982 wurde Walesa für elf Monate im südöstlichen Polen, nahe der Grenze zur Sowjetunion interniert.

Lech Walesa hatte auch im Westen grosse Hoffnungen auf eine unabhängige Gewerkschaft in Polen geweckt. Das US-amerikanische Nachrichten-Magazin Time kürte ihn zum "Mann des Jahres".

Am 5. Oktober 1983 wurde Lech Walesa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Lech Walesa 1990 wurde Walesa zum polnischen Staatspräsidenten gewählt und regierte bis 1995. Der Stil seiner Präsidentschaft wurde von den meisten politischen Parteien kritisiert. Ende 1995 hatte er die anfängliche Unterstützung der Bevölkerung verloren. Polen aber wandelte sich während seiner Präsidentschaft von einem repressiven kommunistischen Land unter strikter sowjetischer Kontrolle mit schwacher Wirtschaft zu einem demokratischen Land mit einer schnell wachsenden freien Marktwirtschaft.

Bei den Präsidentschaftswahlen 1995 unterlag Walesa dem ehemaligen Kommunisten Aleksander Kwasniewski. Danach erklärte er, er werde sich aus der Politik zurückziehen. Doch er blieb aktiv und versuchte, eine eigene politische Partei zu gründen.






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