Georg Büchner-Biografie

Georg Büchner
Georg Büchner
deutscher Schriftsteller, Mediziner
und Naturwissenschaftler
(1813 - 1837)

Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren.

Georg Büchner war ein hessischer Schriftsteller, Mediziner, Naturwissenschaftler und Revolutionär. Er gilt trotz seines schmalen Werkes - er starb bereits im Alter von 23 Jahren - als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz.

Büchner lebte in der Zeit des Vormärz (1815 bis 1848). Er war ein kritischer Geist und stand im Gegensatz zu seiner Zeit und begehrte gegen die Obrigkeit und den Adel auf.

Georg Büchner war ein universal gebildeter Mensch, der neben Medizin sich auch mit Literatur beschäftigte. Er studierte Medizin, Naturwissenschaften, Geschichte und Philosophie. In Gießen schloß er sich der radikalen Freiheitsbewegung an und gründete 1834 die "Gesellschaft für Menschenrechte", um die reaktionären Verhältnisse in Hessen zu ändern.

Am 9. November 1831, im Alter von 18 Jahren, schrieb sich Georg Büchner in die medizinische Fakultät der Universität Straßburg ein, wo er von 1831 bis 1833 vergleichende Anatomie studierte. Die Jahre in Straßburg nannte Büchner später seine glücklichste Zeit, denn im Frankreich der Juli-Revolution war das politische Klima sehr viel offener als in Darmstadt. Büchner, in Straßbourg während seines Medizinstudiums revolutionäre Luft gewittert hatte und daraufhin Revolutionär wurde.

Im Sommer 1834 verfasste Georg Büchner zusammen mit dem Lehrer Frieidrich Ludwig Weidmer das Flugblatt »Der Hessische Landbote«. Darin prangerte er die Mißstände im Großherzogtum Hessen an und rief die Landbevölkerung wider dem geist er Obrigkeit zur Revolution gegen die Fürsten auf. Nach dem Erscheinen des Landboten musste Büchner nach Straßburg fliehen. Der Landbote gilt als das bedeutendste Schriftstück des Vormärz - also der Zeit vor der März-Revolution im Jahr 1848.

Anfang des Jahres 1835 schrieb er innerhalb von nur fünf Wochen das Revolutionsdrama »Dantons Tod« »Dantons Tod« beschreibt das Scheitern der Französischen Revolution. Im Gegensatz zum historischen Danton, der aufgrund taktischer Fehler scheiterte, erkennt der literarische Danton von Beginn an die Sinnlosigkeit seines Unternehmens.

Anfang März 1835 floh Büchner aus Darmstadt über die französische Grenze nach Straßburg. Im Frühjahr arbeitete er an der Erzählung »Lenz«.

Im Juni 1836 arbeitete er an dem Lustspiel »Leonce und Lena« für ein Preisausschreiben des Cotta-Verlages. »Leonce und Lena« ist eigentlich eine Komödie, die jedoch nicht als Lustspiel, sondern als eine unter dem Deckmantel harmloser Fröhlichkeit versteckte Polit-Satire zu verstehen ist.

Im Oktober 1836 übersiedelte er nach Zürich, wo er an der Universität Vorlesungen in Naturwissenschaften als Privatdozent hielt.

Im Herbst und Winter arbeitete Georg Büchner an dem Drama »Woyzeck«, das vor seinem Tode kurz vor dem Abschluß stand.

Am 2. Februar 1837 erkrankte er schwer an Typhus, möglicherweise hatte er sich bei der Arbeit an seinen Präparaten infiziert.

Georg Büchner starb am 18. Februar 1837 im Beisein seiner Braut in Zürich. Er wurde auf dem Züricher Friedhof „Krautgarten“ auf dem Zeltberg beerdigt.




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