Clint Eastwood-Biografie

Clint Eastwood
amerikanischer Schauspieler und Regisseur (* 1930)

Clint Eastwood wurde am 31. Mai 1930 in San Francisco, Kalifornien, als Sohn des gelernten Buchhalters geboren.

Clint Eastwood ist ein bekannter amerikanischer Schauspieler, Produzent und Filmregisseur, der den Wandel vom Schauspieler zum Filmregisseur und schliesslich Produzenten erfolgreich vollzogen hat.
Als wortkarger Western- und Actionheld zählte er jahrzehntelang zu den weltweit erfolgreichsten Stars.
Als Filmregisseur gilt Eastwood als Vertreter des amerikanischen Autorenkinos.

Clint Eastwood. Eine Biographie. Vom hochkarätigen Schauspieler zum preisgekrönten Regisseur und Produzenten: Seit einem halben Jahrhundert zählt Clint Eastwood zu den Stars von Hollywood. Clint Eastwood ist einer der renommiertesten Filmregisseure und hat 1993 und 2005 den Oscar für die beste Regie erhalten. Eastwood gilt zudem als eine Ikone des amerikanischen Westernfilms.

Für eine Handvoll Dollar. Die Geburt des Italo-Western. Der Italo-Western von Sergio Leone macht Clint Eastwood berühmt. Dabei fing der Schauspieler für eine handvoll Dollar an. Den Durchbruch schaffte er Mitte der 1960er Jahre, als er als einsilbiger, abgebrühter und gut aussehender Killer dem Spaghetti-Western zum Siegeszug verhalf. 1964 bereitete der italienische Regisseur Sergio Leone seinen Western »Für eine Handvoll Dollar« vor. Da er diesen Film mit einem geringen Budget realisieren musste, konnte er für die Hauptrolle keinen etablierten Hollywood-Star wie Henry Fonda oder James Coburn verpflichten.

Westernheld Clint Eastwood Auf der Suche nach einem bezahlbaren Ersatzmann wurde Leone auf den TV-Schauspieler Eastwood aufmerksam, den er schließlich für 15.000 Dollar engagierte. Eastwood spielte in dem Film einen Abenteurer, der sich in einer Kleinstadt bei zwei verfeindeten Clans als Revolvermann verdingt, um beide gegeneinander auszuspielen.

Obwohl Clint Eastwood durch seine „Spaghetti-Western“ sehr populär geworden war, dauerte es einige Jahre, bis er auch in seinem Heimatland als Filmschauspieler Fuß fassen konnte.

Der große Erfolg von »Zwei glorreiche Halunken«, der in den USA zum Kassenhit geworden war, ermöglichte es Eastwood schließlich, sich auch in Hollywood durchzusetzen.

In den 70er Jahren spielte er in zahlreichen Westernfilmen mit. Zu seinen bekanntesten Filmen als Schauspieler gehören »Erbarmungslos«, »Die zweite Chance«.

In dem Polit-Thriller »Die zweite Chance« spielte er einen alt und grau gewordenen Secret-Service Mann, der den Präsidenten vor einem Attentat schützen soll. Doch er ist ein angeschlagener Held, der als Bodyguard beim Attentat auf John F. Kennedy versagt hat.

Eastwood hat auf seine älteren Tage seine Rolle mit starken Zweifeln durchsäuert und mit ätzender Ironie durchsetzt.

Aus dem Westernheld von einst ist mittlerweile ein erfolgreicher Autorenfilmer geworden. Zu seinen bekanntesten Filmen als Regisseur gehören »Space Cowboys«, »One Million Dollar Baby« (2004).

Eastwood vollzog den erfolgreichen Wechsel vom Schauspieler zum Filmregisseur. Er ist ein klassischer Filmerzähler, der immer wieder etwas Neues ausprobiert.

Der Film »Honkytonk Man« (1982) war Eastwoods erste Regiearbeit, bei der persönlich als Produzent auftrat. Er spielte darin auch die Hauptrolle - wie so oft, wenn er Filme selbst inszenierte.

In dem Science-Fiction-Film »Space Cowboys« (2000) spielte er einen gealterteten Astronauten, der nach 40 Jahren noch einmal ins All fliegt, weil er der einzige ist, der sich mit der veralteten Technik eines russischen Satelliten auskennt, der auf die Erde zu stürzen droht. Mit 70 Jahren spielte Eastwood in dem komödiantischen Film »Space Cowboys« (2000) einen alternden Astronauten, der auf eine letzte Weltraummission geschickt wird. Auch dieser Film, in dem Eastwood zusammen mit anderen bekannten Alt-Stars auftrat, war ein großer Kassenhit.

2003 konnte Eastwood für die Regie des düsteren Dramas »Mystic River« (in dem er selbst nicht als Schauspieler zu sehen war) bei Kritik und Publikum einen Erfolg verbuchen.

Clint Eastwood wurde erst spät als Filmregisseur mit "Oscars" bedacht, als Schauspieler blieb ihm diese Auszeichnung verwehrt. 2005 war er der große Gewinner der Oscar-Verleihung und erhielt für sein auch kommerziell sehr erfolgreiches Boxerinnen-Drama »Million Dollar Baby« (2004) seinen zweiten Regie-Oscar. Der Streifen wurde außerdem als bester Film des Jahres ausgezeichnet. Außerdem gingen die Oscars für die beste Haupt- und für die beste Nebenrolle an Hilary Swank und Morgan Freeman. Im Jahr davor waren in gleicher Weise bereits Sean Penn und Tim Robbins für Eastwoods Film »Mystic River« ausgezeichnet worden.

Im Jahr 2006 realisierte Clint Eastwood als Regisseur ein ambitioniertes Projekt: Er drehte zwei Filme über eine berühmte Schlacht in den letzten Tagen des Pazifikkrieges. Der eine, »Flags of Our Fathers«, schildert die Ereignisse aus amerikanischer Sicht, der andere, »Letters from Iwo Jima«, aus japanischer Perspektive und in japanischer Sprache.

In dem Film »Gran Torino« (2009) spielt er den griesgrämigen Kriegsveteranen Walt Kowalski, eine Rassisten, der nicht begreifen kann, daß in der Nachbarschaft nur noch Gangs wohnen. Er spielt einen aufsässigen alten Mann, der gegen Kriminalität der Jugendgangs in einem Vorort von Detroit ankämpft.

Walt Kowalski ist ein verbitterter alter Mann und lupenreiner Rassist. Einsam hält er die Stellung in einem Vorort von Detroit, in dessen Nachbarschaft Jugendgangs die Herrschaft übernommen haben, die ihm das Leben schwer machen.

Sein ganzer Stolz ist ein alter »Gran Torino« aus dem Jahr 1972, aus dessen Diebstahlversuches sich die Handlung des Filmes entwickelt.

Clintwood sagte einmal über sich : »Ich hatte nur eine Richtschnur: das Schicksal.«



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Im Jahr 2006 schrieb Clint Eastwood Filmgeschichte, als er mit »Flags of our Fathers« und »Letters of Iwo Jima« zwei Filme mit unterschiedlichen Blickwinkeln über die Sinnlosigkeit des Krieges und die Schlacht auf der Pazifik-Insel Iwo Jima drehte.

»Flags of our Fathers« entlarvt das gemachte Heldentum - wie man Leute zu Helden erklärt, die selbst finden, dass sie sich im Krieg nur verteidigt haben.

Iwo Jima In seinem Antikriegs-Drama »Letters of Iwo Jima« zeigt er die Sinnlosigkeit des Krieges, festgehalten in Briefen, die ein japanischer General in den letzten Tagen des Pazifik-Krieges an seine Familie schickte.




Clint Eastwood. Ich bin doch auch ...


Richard Schickel: Clint Eastwood.
Ich bin doch nur ein Typ, der Filme macht.
edel Verlag, Hamburg 2010.
288 Seiten, 49,95 EUR.
ISBN-13: 9783941378582




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