Martin Luther-Biografie

Martin Luther
deutscher Theologe und Kirchen-Reformator (1483 - 1546)

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben als Sohn eines Bergmannes geboren.

Martin Luther gilt als der bedeutendste Reformator und eine zentrale Gestalt der Kirchengeschichte. Durch sein neues theologisches Denken und seine Bibelauslegung wurde er zum Erneuerer der Kirche.

Luther studierte Rechtswissenschaft in Erfurt und trat dann in das Erfurter Kloster der Agustiner ein. Später lehrte zunächst als Doktor der Theologie und Professor an der Universität Wittenberg.

Martin Luther als Augustinermönch Er war Augustinermönch und als junger Mönch hatte er lange in Anlehnung der Botschaft des bilblischen Neuen Testaments mit der Frage gerungen: »Wie bekomme ich einen gerechten Gott?« und die Antwort bei Paulus gefunden: »Nicht durch des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben!«.

Er wandte sich daher gegen den schamlosen Ablasshandel, die auch dadurch geförderte Sittenlosigkeit des Klerus, den weltlichen Machtanspruch der Kurie und des Papstes und die Dekadenz des Papsttums.
Diese Attacke traf die Amtskirche an der empfindlichste Stelle, stiess aber dank des seit 1450 durch Gutenberg verbreiteten Buchdruckes auch auf ungeheuere Resonanz in der Öffentlichkeit.

Schlosskirche Wittenberg Am 31. Oktober 1517 schlug er seine gegen Mißstände in der Kirche 95 Thesen zu Buße und Ablaß an die Schlosskirche von Wittenberg. Damit leitete er die Reformation ein. Sie waren in kurzer Zeit in ganz Deutschland bekannt und hallten durch ganz Europa. Von der Stadt Wittenberg ging die Reformation aus, die dem Papst Leo X. ein Leben nach seiner berühmten Devise "Lasst uns das Papsttum genießen" nachhhaltig vergällte.

Am 3. Januar 1521 wurde Martin Luther aus der katholischen Kirche ausgeschlossen. Papst Leo X. verhängte einen Bann gegen Luther. Der Ausschluss war der vorläufige Höhepunkt eines heftigen Streits zwischen Luther und dem Vatikan, der schliesslich zur Spaltung der Kirche führen sollte.

1521 wurde der streitbare Theologe zum Reichstag nach Worms bestellt. Dort sollte er vor dem Reichstag seine Thesen widerrufen. Als er sich weigerte, wurde er vom Kaiser mit einen Kirchenbann - der sog. Reichsacht - belegt und für vogelfrei erklärt.

Martin Luther hatte aber zahlreiche weltliche Fürsten der Kurie als Förderer, die ihn unterstützten und ihm Obdach und Schutz vor päpstlicher Verfolgung gewährten.

Sein Landesherr Kurfürst Friedrich der Weise aus Sachsen gewährte ihm Schutz und Asyl auf der Wartburg. Die Wartburg, auf der unter dem Namen "Junker Jörg" lebte, wurde für 300 Tage Luthers geheimes Exil. Hier schuf er sein sprachliches Meisterwerk, die Übersetzung des Neuen Testaments. Mit dieser Übersetzung trug er entscheidend zur Entwicklung einer gemeinsamen hochdeutschen Sprache bei.

1525 heiratete er die Nonne Katharina von Bora, von der er mehrere Kinder bekam.

Luther wollte ursprünglich nur Reformen innerhalb der Kirche durchsetzen, wurde aber zur Auseinandersetzung mit der Kirche und dem Papst gezwungen.

Bis zu seinem Tode wandte er sich gegen Verfälscher seiner reformatorischen Kirchenlehre. Er suchte den neuen Glauben zu festigen, der, geschützt durch viele Landesfürsten, immer weitere Verbreitung fand.

Martin Luther, der als streitbarer Theologe und Kirchenreformator die Welt veränderte, starb am 18. Februar 1546 im Alter von 63 Jahren in seinem Geburtsort Eisleben.

Der Augustinermönch wollte die Kirche erneuern und sie zur Botschaft des bilblischen Neuen Testaments als ihrem geistigen Ursprung zurückführen. Als Urheber der Reformation spaltete er unbeabsichtigt die Kirche.

Luthers Wirken hat Geschichte und Geist der beginnenden Neuzeit entscheidend mitbestimmt.




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