Anthony Quinn-Biografie

Anthony Quinn
Anthony Quinn
amerikanischer Schauspieler (1915 - 2003)

Anthony Quinn wurde am 21. April 1915 in Chihuahua, Mexiko geboren.

Anthony Quinn war ein berühmter amerikanischer Schauspieler des 20. Jahrhunderts.

Anthony Quinns Vater Frank, ein halber Ire, kämpfte in der Mexikanischen Revolution für Pancho Villa. Seine Mutter war eine 15-jährige Mexikanerin. Als der Vater als verschollen galt, reiste die Mutter mit dem kleinen Anthony illegal über die amerikanische Grenze und ließ sich in der Nähe von Hollywood nieder. Hier trafen sie später wieder mit Frank zusammen, der als Kameramann in Hollywood arbeitete, bis er 1927 bei einem Autounfall ums Leben kam.

Daraufhin musste der erst zwölfjährige Anthony mit für den Lebensunterhalt arbeiten und verdingte sich in den nächsten Jahren unter anderem als Zeitungsjunge, Schuhputzer, Wasserträger, Fensterputzer, Schlachthausarbeiter, Maurer, Straßenprediger, Boxer und Zuschneider in einer Textilfabrik.

Seine Karriere beim Film begann er mit Nebenrollen, in denen er meist Indianer oder Mexikaner darstellte, so auch in Cecil B. DeMilles »Western Held der Prärie«.

Im Jahre 1940 erhielt Quinn die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Bis dahin hatte er schon in über einem Dutzend Filmen Nebenrollen gespielt. Der berühmte Schwiegervater war ihm dabei keine Hilfe, denn er tat nichts, um Quinn zu unterstützen. So schlug sich der Schauspieler weiter bis Ende der vierziger Jahre mit Nebenrollen in diversen Filmen durch.

Viva Zapata! Im Jahre 1947 begann sich das Blatt dann zu seinen Gunsten zu wenden, als er von Marlon Brando die Hauptrolle in dem am New Yorker Broadway aufgeführten Theaterstück »Endstation Sehnsucht« übernahm. Elia Kazan gab dem neuen Theaterstar eine Nebenrolle in dem Film »Viva Zapata!«, wo er an der Seite von Marlon Brando spielte und einen Oscar als bester Nebendarsteller bekam.

Jetzt stieg Quinn schnell zum Hauptdarsteller auf, spielte in Italien für Federico Fellini in dem Film »La Strada – Das Lied der Straße« den Schausteller Zampano und später in »Vincent van Gogh – Ein Leben voller Leidenschaft« den Maler Gauguin. Für diese Rolle bekam er seinen zweiten Oscar.

1958 versuchte sich Quinn dann als Regisseur in dem Film »König der Freibeuter«, einem Remake des Filmes, den sein Schwiegervater schon zwanzig Jahre zuvor gedreht hatte. In dem Film spielte er selbst in einer Nebenrolle mit.
Der Film war ein großer Flop und Quinn versuchte sich seither nie wieder als Regisseur.

Alexis Sorbas 1964 spielte Quinn in dem folklorehaften Film von Michael Cacoyannis den weisen Landarbeiter und Lebenskünstler Alexis Sorbas.

Mit dieser Rolle wurde Quinn später am meisten identifiziert und sie wurde für fast alle Rollen, die Quinn später noch spielen sollte, zum Prototyp. 1985 kehrte er sogar in dem Zorbas-Musical für eine erfolgreiche Saison auf die Bühne des Broadways zurück.

Quinn schrieb mehrere Bücher, unter anderem veröffentlichte er 1972 seine Memoiren unter dem Titel »Der Kampf mit dem Engel«. Weiterhin war er auch als Maler, Bildhauer sowie Designer von Schmuck und Uhren erfolgreich.

Anthony Quinn spielte in über 60 Jahren in zahllosen Hollywood-Filmen mit. Er spielte oft rauhbeinige Figuren.

Anthony Quinn starb am 3. Juni 2001 in Boston, Massachusetts.




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