Karl Raimund Popper-Biografie

Karl Raimund Popper
britischer-österreichischer Philosoph (1902 - 1994)

Karl Raimund Popper wurde am 28. September 1902 als Sohn eines Rechtsanwalts in Wien geboren.

Karl Raimund Popper war ein bedeutender britischer Wissenschaftslogiker und Philosoph österreichischer Herkunft des 20. Jahrhunderts, der eine skeptische Erkenntnistheorie entwickelte.
Er war ein österreichischer und britischer Philosoph, Soziologe und Wissenschaftstheoretiker. Er gilt als Begründer des Kritischen Rationalismus.

Nachdem er Anfang der 1920er Jahre miterlebt hatte, wie bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Kommunisten und der Wiener Polizei acht Menschen ums Leben kamen, wandte er sich schockiert vom Marxismus ab und wurde zu einem seiner konsequentesten Kritiker.

1930 erhielt Popper eine Anstellung als Hauptschullehrer in Wien, die er bis 1935 innehatte. Ebenfalls in diesem Jahr heiratete er seine Kollegin Josefine Anna Henninger.

Sein wissenschaftstheoretisches Hauptwerk »Logik der Forschung« erschien schließlich in einer Schriftenreihe des Wiener Kreises, obwohl Popper darin deren Positivismus kritisierte. Diese großzügige Möglichkeit der Veröffentlichung brachte ihm fälschlich den Ruf eines Positivisten ein. Seine Abhandlung wurde von den Angehörigen des Wiener Kreises als ein ihren Diskussionen entsprungenes Werk gewürdigt. Die darin beschriebene Forderung nach Falsifizierbarkeit von Aussagen gilt heute als Grundlage der modernen wissenschaftlichen Arbeit.

1937 wurde die politische Lage in Österreich zusehends angespannter und Popper erwartete den Anschluss Österreichs an Deutschland. In dieser Situation nahm er das Angebot einer Dozentur am Canterbury University College in Christchurch, Neuseeland, gern an. 1937 kündigten Popper und seine Frau ihre Lehrerstellen und emigrierten nach Neuseeland.

Im Winter 1944/45 erhielt Popper - vor allem durch Unterstützung von Friedrich August von Hayek - das Angebot, an der London School of Economics and Political Science zu lehren, welches er annahm. Anfang Januar 1946 traf das Ehepaar in London ein, wo Popper seine Lehrtätigkeit als Außerordentlicher Professor aufnahm. 1949 wurde er parallel Professor für „Logik und wissenschaftliche Methodenlehre“ an der Universität London.

1965 wurde Popper von Queen Elisabeth II. für sein Lebenswerk zum Ritter geschlagen.

1969 emeritierte er, publizierte aber stetig weiter. Er war Mitglied der von Hayek gegründeten liberalen Denkfabrik Mont Pelerin Society, der Royal Society (London) sowie der International Academy of Science. Befreundet war er u.a. mit dem deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt.

Karl Raimund Popper starb am 17. September 1994 in East Croydon, London.




  Lehre von Karl Raimund Popper


Karl Raimund Popper ist der Begründer des kritischen Rationalismus, der die Unbeweisbarkeit wissenschaftlicher Gesetze annimmt, von denen bestenfalls gesagt werden kann, daß sie bisher alle Versuche der Falsifizierung durch Gegenbeweise überstanden habe.

Alle Dinge bestehen nur aus wahrgenommenen Sinnesdaten, sind also nur logische Konstruktionen.