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Helmut Schmidt-Biografie, Helmut Schmidt-Werke
Helmut Schmidt
5. deutscher Bundeskanzler (1918 - 2015)

Helmut Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren.

Helmut Schmidt war ein deutscher Politiker des 20. Jahrhunderts und fünfter deutscher Bundeskanzler.

Er gilt als leidenschaftlicher Debattenredner, der keienr Diskussion auswich.

Im März 1946 wurde Schmidt Mitglied der SPD. Hier engagierte er sich zunächst im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), 1947/48 war er Vorsitzender des SDS in den Westzonen.

Von 1968 bis 1984 war Schmidt stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD. Innerhalb der SPD gehört Schmidt zu den Verfechtern des Mehrheitswahlrechts.

Bonner Bundestag Am 7. Juli 1972 übernahm er nach dem Rücktritt von Karl Schiller das Amt des Finanz- und Wirtschaftsministers. Nach der Bundestagswahl 1972 führte er dann ab dem 15. Dezember 1972 das Bundesministerium der Finanzen. Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt wurde Schmidt am 16. Mai 1974 mit 267 Ja-Stimmen vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt.

Der Anfang der Kanzlerschaft stand im Zeichen der Krise, die durch den Rückritt Willy Brandts als Bundeskanzler ausgelöst wurde.

Helmut Schmidt gilt als ein Politiker mit einer pragmatischen Auffassung von Staatsführung und einem ausgeprägten ökonomischen Sachverstand. Deutlich wird dies in seiner Überzeugung "Politik solle nicht Fragen stellen, auf die sie keine Antworten habe".

Eine große Herausforderung seiner Amtszeit war der Terrorismus der Roten Armee Fraktion im sogenannten "Deutschen Herbst".

Umstritten in der Bevölkerung und vor allem in der eigenen Partei war sein Eintreten für den so genannten NATO-Doppelbeschluss.
Im Spätsommer 1982 scheiterte die von ihm geführte sozialliberale Koalition, vor allem an Differenzen im Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Am 17. September 1982 kündigte Schmidt das sozial-liberale Bündnis auf. Sämtliche FDP-Bundesminister traten zurück. Schmidt übernahm daher zusätzlich zum Amt das Bundeskanzlers auch noch das Amt des Bundesministers des Auswärtigen.

Am 1. Oktober 1982 wurde dann durch ein konstruktives Misstrauensvotum mit den Stimmen von CDU, CSU und der Mehrheit der FDP-Fraktion Helmut Kohl zu seinem Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers gewählt.

In seiner Regierungszeit endete die Weltwährungsordnung der Nachkriegszeit und der Aufstieg der globalen Finanzmärkte begann.

Schmidt musste mit der ersten Ölkrise, einer Weltwirtschaftskrise, der ökonomischen Unvernunft in den eigenen Reihen und der Führungsschwäche amerikanischer Präsidenten umgehen - und er tat dies mit bemerkenswertem Geschick.

Weggefährten Eine Freundschaft verband ihn mit dem damaligen konservativen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d'Estaing. Zusammen mit Valéry Giscard d'Estaing rief Helmut Schmidt den Weltwirtschaftsgipfel 1975 ins Leben. Dieser wurde als informelles Koordinierungsgremium für Krisenzeiten eingeführt. Teilnehmer des ersten Treffens auf Schloss Rambouillet waren die Regierungschefs aus Italien, Japan, Großbritannien und den USA.

Helmut Schmidt wurde während seiner politisch aktiven Zeit wegen seines Redetalents gerade auch von Gegnern »Schmidt Schnauze« genannt.

In seiner Amtszeit war Helmut Schmidt durchaus umstritten.

Die Mächte der Zukunft Helmut Schmidt veröffentlichte als Autor zahlreiche und vielbeachtete Bücher über Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Darin kommt immer wieder sein ökonomischer Sachverstand zum Tragen .

Eine Autobiografie, Erinnerungen sowie eine Bilanz seiner Zeit als Bonner Bundeskanzler zu schreiben, hat sich Schmidt stets geweigert. Diese sucht man unter seinen veröffentlichten Büchern vergebens.

Seit dem Ausscheiden aus der aktiven Politik war Schmidt seit 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung »Die Zeit«.

Als Autor und Publizist zahlreicher vielbeachteter Bücher hat die politische Entwicklung publizistisch begleitet und kommentiert .

Für sein Alter war Helmut Schmidt ungewöhnlich präsent auf den Bühnen und Bildschirmen und zeigte sich als Kosmopolit und Weltdeuter. Der hellsichtige Altpolitiker hatte sich die Aura eines alterweisen und redegewandten Kosmopoliten, Chefökonomen und Krisenmanagers zugezogen, der im Prinzip das 21. Jahrhundert schon durchschaut hat.

Altkanzler Helmut Schmidt war der beliebteste Politiker der jüngeren deutschen Geschichte. Der Altkanzler galt den Deutschen als moralische Instanz besonders in Zeiten der Krise. Außen- und Sicherheitspolitik sind seine Passion.

Helmut Schmidt starb am 10. November 2015 in Hamburg.


    Helmut Schmidt-Werke

Die Mächte der Zukunft
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    Helmut Schmidt-Biografien

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  Helmut Schmidts Verständnis vom Staatsführung


Helmut Schmidt Der Bundeskanzler der sozialliberalen Koalition von 1974 bis zu seinem Sturz durch Helmut Kohl 1982, hat sich in seinem politischen Wirken stets als Verantwortungsethiker im Sinne der von ihm bewunderten Philosophen Max Weber und Karl Popper begriffen.

In seinem Verständnis von Staatsführung ging es stets um das Handwerk der Exekutive, Politik war für ihn ein professionell auszuübender Beruf. Politik solle dabei nicht Fragen stellen, auf die sie keine Antworten habe.

Sein Handeln zeigt eine sichere Orientierung an den Prinzipien unabhängigen Vernunftgebrauchs, moralische Selbstverpflichtung, kritisch rationale Situationsbeurteilung und pragmatische Ausrichtung an der Reichweite menschlicher Vernunft und politischen Handelns.




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