Helmut Kohl-Biografie

Helmut Kohl
Helmut Kohl
6. deutscher Bundeskanzler (1930 - 2017)

Helmut Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren.

Helmut Kohl ist ein deutscher und europäischer Politiker des 20. Jahrhunderts und 6. deutscher Bundeskanzler.

Kohl war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Helmut Kohl wurde mit 29 Jahren jüngster Abgeordneter Landtag, mit 33 jüngster Fraktionschef in einem westdeutschen Parlament und mit 39 jüngster Ministerpräsident eines Bundeslandes. Er zog von Mainz rheinabwärts nach Bonn und sagte allen, die es hören wollten: "Ich will Kanzler werden."
Seine politische Karriere begann in seinem Heimatland. Helmut Kohl wurde 1966 zum Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz gewählt.
Mit 39 Jahren Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und ddamit jüngster Ministerpräsident eines Bundeslandes.

Beim Schritt in die Bundespolitik unterlag er zunächst Rainer Barzel im Kampf um den Parteivorsitz, dann griff er vergeblich nach dem Kanzleramt. Erst 1982 verwirklichte er nach einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt den Traum, endlich Kanzler zu werden.

Es wurden insgesamt erfolgreiche Regierungsjahre und als 1989 die Wiederwahl in Gefahr geriet, rettete ihn die deutsche Einheit. Den Menschen in der zerfallenden DDR erschien er als Garant für Wohlstand und Freiheit.

Bei der Bundestagswahl 1976 trat er erstmals als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Die CDU/CSU verfehlte die absolute Mehrheit mit 48,6 % der Stimmen nur knapp. Das war das bis dorthin zweitbeste Wahlergebnis der CDU/CSU überhaupt. Kohl trat nach der Wahl als Ministerpräsident zurück und wurde Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag in Bonn.

Helmut Kohl-Biografie Kohl wurde am 1. Oktober 1982 zum Bundeskanzler gewählt. Im Rahmen eines konstruktiven Misstrauensvotums setzte sich Helmut Kohl gegen den amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt durch. Er versprach eine "geistig-moralische Wende", die jedoch unter seiner Amtzeit ausblieb.

Bei der Bundestagswahl 1987 wurde Kohl im Amt bestätigt. Gegenkandidat der SPD war der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau.

Maueröffnung Berlin Nachdem sich der Zusammenbruch der DDR abzeichnete und die Berliner Mauer am 9. November 1989 gefallen war, legte Helmut Kohl ohne vorherige Absprache mit dem Koalitionspartner am 28. November 1989 im Deutschen Bundestag ein "Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas" vor. Schon am 18. Mai 1990 wurde der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR unterzeichnet.

Kohl gestaltete den Prozess der deutschen Wiedervereinigung mit und trug maßgeblich zum europäischen Einigungsprozess bei. Kohl ist als Kanzler der Deutschen Wiedervereinigung in die Geschichte eingegangen. Die historische Chance im Jahr 1989 nutzend, hat er die Deutsche Wiedervereinigung politisch durchgesetzt.

Am 17. Januar 1991 wurde Kohl zum dritten Mal wiedergewählt, nachdem er sich bei der Bundestagswahl 1990 gegen den saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine durchgesetzt hatte. Damit war er der auch erste Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands.

1998 hatte er kein Gespür dafür, dass seine Zeit abgelaufen war. Nach der Wahlniederlage 1998 musste er vom Amt des Bundeskanzlers zurücktreten.
Er regierte insgesamt 16 Jahre als Bundeskanzler - länger als jeder andere amtierende deutsche Bundeskanzler zuvor. Helmut Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Helmut Kohl war ein führender Europa-Politiker und ein überzeugter Europäer. Vom Beginn seiner Kanzlerschaft an verfolgte Kohl das Ziel der weiteren europäischen Integration, zum Beispiel durch Stärkung der Kompetenzen des Europäischen Parlaments.

Die unterschiedliche Interessenlage der EG-Länder in Bezug auf die europäische Einigung zeigte sich darin, dass Kohl vorrangig die europäischen Institutionen, insbesondere das Europäische Parlament, stärken wollte, während Mitterrand auf eine Währungsunion hinarbeitete, Thatcher hingegen stand beiden Prohekten ablehnend gegenüber. Ab 1988 näherte sich Kohl allmählich Mitterrands Position an; im Gegenzug zu seinem Einverständnis zur Wirtschafts- und Währungsunion erlangte Kohl 1990 von Mitterrand die Zustimmung zur weiteren politischen Integration Europas.

Helmut Kohls politische Leistung ist nicht ununstritten. Er war ein Mann der Gegensätze. Er machte Weltgeschichte, zugleich fehlte ihm das Gespür, wenn es um Parteispenden ging oder den offenen Diskurs in der CDU. Europapolitisch war Helmut Kohl auf der Höhe der Zeit, gesellschaftspolitisch nicht. Er prägte das "System Kohl" - und bleibt bis heute umstritten.

Nach einem Schädel-Hirn-Trauma infolge eines Sturzes im Februar 2008 konnte er kaum noch sprechen. Bei öffentlichen Auftritten benutzte er einen Rollstuhl.

Helmut Kohl starb am 16. Juni 2017 in Ludwigshafen am Rhein.



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von Hans-Joachim Noack und Wolfram Bickerich
rororo
Januar 2010



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