Walter Rathenau-Biografie

Walter Rathenau
Walter Rathenau
Industrieller und Politiker (1867 - 1922)

Walter Rathenau wurde am 29. September 1867 in Berlin geboren.

Walter Rathenau war ein deutscher Politiker und Staatsmann des frühen 20. Jahrhunderts.

Rathenau machte zunächst in der Wirtschaft Karrriere bevor er in die Politik ging.

Beim zielstrebigen Aufstieg in die Wirtschaftselite des Kaiserreichs bewahrte Rathenau eine teils gesuchte, teils erzwungene Distanz zur wilhelminischen Gesellschaft und wurde zum kritischen Beobachter seiner Zeit.

1912 veröffentlichte er die Schrift »Kritik der Zeit«.

Seine 1912/13 publizierten Bücher „Kritik der Zeit" und „Zur Mechanik des Geistes oder Vom Reich der Seele", die die Gegenwart als Mechanisierungszeitalter deuteten und in spekulativer Weise durch einen Übergang von der materiellen Welt des „Intellekts“ zu einer ideal gerichteten Welt der „Seele“ überwunden wissen wollten, trafen den Ton seiner Zeit.

Er wurde 1921 Wiederaufbau- und 1922 Außenminister des Deutschen Reiches.
In diesem Amt trat er für die Erfüllung des Vertrages von Versailles ein und schloss mit der UdSSR den Vertrag von Rapallo ab, in dem die Aufnahme wirtschaftlicher und diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern beschlossen wurde.

Walter Rathenaus größte Tat als Außenminister war der Abschluß des Vertrag von Rapallo im April 1922. Dieser Vertrag war ein Bündnis der beiden grossen Weltkriegs-Verlierer Detuschland und Russland.

Wegen seiner jüdischen Abstammung und seiner sog. Erfüllungspolitik war er den Rechtsradikalen verhasst.

Am 1. Februar 1922 Ernennung zum Reichsaußenminister als deutscher Vertreter schloss er am Rande der Reparationskonferenz von Genua unter dem Einfluss Maltzans widerstrebend mit der Sowjetunion den Vertrag von Rapallo zur gegenseitigen Anerkennung und Zusammenarbeit und zum Verzicht auf Reparationen ab. Nationalistische und nationalsozialistische Gruppen warfen ihm "Erfüllungs-Politik" vor.

Am 24. Juni 1922 wurde er auf der Fahrt zu seinem Dienstsitz, dem Auswärtigen Amt, in seinem offenen Wagen von zwei jungen Rechtsradikalen erschossen.

Der Mord bildete den Höhepunkt einer Kampagne, in der Politiker der Weimarer Republik als "Erfüllungspolitiker" des Versailler Vertrages verunglimpft wurden.




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