Christoph Martin Wieland-Biografie

Christoph Martin Wieland
Christoph Martin Wieland
deutscher Dichter (1733 - 1813)

Christoph Martin Wieland wurde am 5. September 1733 in Oberholzheim bei Laupheim geboren.

Christoph Martin Wieland war ein bekannter deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber zur Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert.

In seinen ersten Dichtungen bekannte er sich als Anhänger von Klopstock.

Ansicht von Zürich Im Sommer 1752 folgte er einer Einladung nach Zürich. Der folgende Aufenthalt in der Schweiz sollte acht Jahre währen.

1769 folgte Wieland einem Ruf an die Universität Erfurt. Seine Lehrtätigkeit tat seiner dichterischen Produktivität wenig Abbruch. In Erfurt verfasste er, außer einigen der oben genannten Schriften, noch das Singspiel »Aurora«, die »Dialoge des Diogenes« und den Staatsroman »Der goldene Spiegel«, oder die »Könige von Scheschian« (1772). Letzterer war es, der ihm den Weg nach Weimar ebnete.

Stadtansicht von Weimar Wieland war eine Weimarer Institution. Er war der erste Dichter, der in die Stadt gekommen war. 1772 berief ihn die verwitwete Herzogin Anna Amalie von Sachsen-Weimar zur Erziehung ihrer beiden Söhne an den Hof nach Weimar. Der Aufklärer Wieland war sicher kein Freund des Absolutismus, jedoch reizte ihn die Möglichkeit, auf den künftigen Herzog Einfluss nehmen zu können, und er sagte zu.

Wieland bezog unter dem Titel eines herzoglichen Hofrats ein gesichertes Gehalt. In Weimar konnte er die Idee einer eigenen literarischen Zeitschrift verwirklichen.

Nach dem Amtsantritt des jungen Herzogs zog er sich von öffentlichen Ämtern zurück und widmete sich ganz seiner schriftstellerischen Arbeit als Kritiker, Aufklärer und Übersetzer.

Zur Zeit Wielands war die Stadt Weimar der Mittelpunkt des deutschen Geisteslebens.
Lange hatte er das intellektuelle Leben Weimars geprägt.
Heinrich Kleist Wieland war durch seinen Sohn Ludwig mit dem Dramatiker Heinrich Kleist befreundet, der sich mit ihm in Weimar literarisch besprach. Nach dem durch seinen Sohn mitbekommen hatte, unter welch widrigen Umständen in Weimar wohnte, lud er ihn zu sich ein. Anfang des Jahres 1803 zog Kleist nach Oßmannstedt bei Weimar.

Wieland war ein bedeutender Übersetzer der Shakespeare-Stücke.

Christoph Martin Wieland starb am 20. Januar 1813 in Weimar an den Folgen einer Erkältung.




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