Marlene Dietrich-Biografie

Marlene Dietrich
deutsche Schauspielerin (1901 - 1992)

Marlene Dietrich wurde am 27. Dezember 1901 als Maria Magdalena Dietrich in Berlin-Schöneberg geboren.

Aus kleinen Verhältnissen stammend, beschloss sie schon in jungen Jahren, zum Film zu gehen.

Marlene Dietrich war eine der berühmtesten deutschen Schauspielerinnen ihrer Zeit. Sie war eine deutsch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin und die erste deutsche Filmschaupsielerin, die in Hollywood den grossen Durchbruch schaffte.

Marlene Dietrich verkörperte einen neuen Frauen-Typus auf der Leinwand. 1930 spielte sie den verruchten Vamp in der Rolle der Lola in dem Musikfilm »Der blaue Engel« an der Seite von Willy Fritsch und legte mit diesem Welterfolg den Grundstein für ihren Filmkarriere.

Marlene Dietrich wurde zum gefeierten Ufa-Star in Babelsberg.
In den 30er Jahren verkörperte sie den neuen Typus der verruchten Frau, geheimnisvoll und unnahbar.

1930 erfolgte für Dietrich der nationale wie internationale Durchbruch mit der Rolle der »Lola« in dem Film »Der blaue Engel« nach dem Roman »Professor Unrat« von Heinrich Mann.

Marlene Dietrich war die Muse von Regisseur Josef Sternberg. Sie wurde mit den Filmen Josef von Sternbergs zum Inbegrif des lasziven Vamps.

Als Sternberg nach der Machtübernahme der Nazis nach Amerika auswanderte, folgte sie ihrem Förderer nach Hollywood. Einen Tag nach der Premiere des »Blauen Engel« ging sie nach Hollywood.

Dort setzte die Schauspielerin ihre Filmkarriere fort. Sie folgte ihrem Regisseur Josef von Sternberg nach Amerika und unterschrieb bei Paramount Pictures. Im Laufe der nächsten Jahre entstanden sechs weitere Filme. 1935 Beendigung der Zusammenarbeit mit Josef von Sternberg.

Mitte der Dreißiger blieb der Erfolg jedoch aus und die Filmpresse verspottet sie als "Kassengift". 1939 dreht esie den Western »Der grosse Bluff« und präsentierte sich nicht mehr als unerreichbare Schönheit, sondern als rassige Bardame mit rauchiger Singstimme und Hang zu körperlicher Gewalt, was ihre Karriere dauerhaft förderte.

1936 lehnte sie ein Angebot Goebbels' ab, der ihr hohe Gagen und absolute Freiheit bei Drehbuch und Mitarbeitern für Filme in Deutschland zusicherte. Sie drehte weiterhin in den USA, unter anderem unter Hitchcock, Lubitsch, Welles und Wilder. Ein kurzer Besuch 1937 in Österreich blieb der letzte für Jahre. Nazi-Deutschland besuchte sie nie wieder.

Zwei Jahre später, 1939, nahm sie – trotz ihrer in Berlin lebenden Mutter – die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. In dieser Zeit begann sie auch zu singen, unter anderem das Chanson Lili Marleen (das jedoch vor allem durch Lale Andersen bekannt wurde).

Während des Zweiten Weltkrieges war sie eine der beliebtesten und begehrtesten Akteurinnen der amerikanischen Truppenbetreuung in Afrika und Europa, wofür sie auch ihre Karriere unterbrach. Nach eigener Aussage "aus Anstand" zur überzeugten Antifaschistin geworden, unterstützte sie aktiv und finanziell Fluchthelfer und Emigranten.

Am Ende des Krieges kam sie mit den ersten amerikanischen Truppen, auf der Suche nach ihrer Mutter und Schwester, wieder nach Deutschland. Die Mutter starb im November 1945. Ab den 1950er Jahren war sie fast ausschließlich als Sängerin auf der Bühne und feierte weltweite Erfolge.

Brandenburger Tor Auf einer Europatournee kehrte sie 1960 nach Deutschland und in die Ost-West-Frontstadt Berlin zurück. Dort traf sie anders als in anderen Ländern wie Polen, Russland oder Israel nicht nur auf ein begeistertes Publikum, sondern sah sich als angebliche "Vaterlandsverräterin" auch erheblichen Anfeindungen von Teilen der Bevölkerung und der Presse - bis hin zu Bombendrohungen - ausgesetzt.

1961 drehte sie mit »Das Urteil von Nürnberg« ihren letzten großen Film, in dem es um Verstrickungen von Juristen in das Nazi-Unrechtssystem geht.

Marlene Dietrich zog sich 1976 aus der Showbranche zurück und lebte völlig abgeschieden in Paris. Zwei Jahre später stand sie letztmals für »Schöner Gigolo, armer Gigolo« vor der Kamera. Jahre später willigte sie ein, in dem Dokumentarfilm »Marlene« von Maximilian Schell noch einmal aufzutreten, allerdings nur mit ihrer Stimme. Neue Filmsequenzen wurden nicht gedreht.

1962 erschien ihre erste Autobiographie ABC, 1987 erschien eine weitere Autobiographie »Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin«.

Marlene Dietrich starb am 6. Mai 1992 in Paris.
Ihre letzte Ruhestätte fand weltberühmte Schauspielerin auf dem Berliner Waldfriedhof.



Marlene Dietrich
Marlene Dietrich
Marlene Dietrich Adressbuch
Marlene Dietrich
Adressbuch
Nachtgedanken
Nachtgedanken
Marlene Dietrich
Meine Mutter Marlene
Hitlers Frauen und Marlene
Hitlers Frauen
und Marlene



  .