Jean Gabin-Biografie

Jean Gabin
französischer Schauspieler und Regisseur
(1904 - 1976)

Jean Gabin, eigentlich Jean-Alexis Moncorgé, wurde am 17. Mai 1904 als Sohn zweier Varietékünstler in Mériel Seine-et-Oise geboren.

Jean Gabin ist ein berühmter französischer Schauspieler und Regisseur des 20. Jahrhunderts.

Von den späten 1930er Jahren bis zu seinem Tod zählte Gabin zu den führenden Charakterdarstellern und wurde zu einem legendären Star des französischen Kinos.

Jean Gabin wirkte in rund 100 Filmen mit. Durch seine Leinwandpräsenz und seinen charakteristischen minimalistischen Stil wurde er zu einer der Legende des französischen Kinos.

Der Beginn seiner einzigartigen Filmkarriere verlief jedoch etwas holprig und vollzog sich eher auf Umwegen. Gabin wollte anfangs gar nicht zum Film, riss sogar von zu Hause aus und arbeitete u. a. als Fabrikarbeiter, bis ihn seine Eltern doch noch auf die Bühne holten. Nun arbeitete er als Statist und wirkte als Sänger und Tänzer in Operetten und Vaudeville-Stücken mit.

Im Jahr 1930 ging Jean Gabin zum Film und 1937 wurde er mit »Pépe le Moko - Im Dunkel von Algier« zum Star. Die drei folgenden Filme »Die große Illusion«, »Hafen im Nebel« und »Bestie Mensch« machten ihn bereits mit Mitte dreißig zum Mythos. Er wurde zu einem der ersten grossen Helden des französischen Kinos.

1941 folgte der populäre Kinoheld seiner großen Liebe Marlene Dietrich nach Hollywood. Dort drehte er zwei Filme ohne grossen Erfolg und kehrte wieder nach Europa zurück. Er kämpfte als Soldat bei der Marine im Zweiten Weltkrieg und erhielt hohe Auszeichnungen. Erst 1954 kann er mit »Wenn es Nacht wird in Paris« wieder an seine Vorkriegserfolge anknüpfen.

Nach bester französischer Tradition überzeugt »Der Bulle« mit gekonnt düsterer Atmosphäre. Jean Gabin spielt den Kommissar Joss, der in der Pariser Unterwelt aufräumt.

1969 spielte er zusammen mit Lino Ventura und Alain Delon den Patriarch in dem Gangster-Film »Der Clan der Sizilianer«.

Seine bekannteste und populärste Rolle war die des gewieften Kommissars Maigret, der Krimi-Komissar des belgischen Schriftstellers Georges Simenon.

Neben der Schauspielerei leistete sich Gabin ein teures Hobby, er betrieb ein 100 ha großes Gut in der Normandie, wo er Trabrennpferde züchtete.

Dieser Umstand zwang ihn wohl dazu, in den 1960ern und 1970ern nicht so wählerisch bei der Rollenwahl zu sein und auch in trivialeren Filmen, wie z. B. in »Balduin, das Nachtgespenst«, mitzuwirken.

Trotzdem glänzte Gabin auch in den 1970er Jahren immer noch mit großen Charakterrollen wie 1971 in »Le Chat« (»Die Katze«) unter der Regie von Pierre Granier-Deferre.

Jean Gabin starb am 15. November 1976 in Neuilly-sur-Seine.