Charles de Gaulle-Biografie

Charles de Gaulle
Charles de Gaulle
französischer Staatsmann und Premier
(1890 -1970)

Charles de Gaulle wurde am 22. November 1890 in Lille geboren.

Charles de Gaulle war ein französischer Staatsmann und Politiker. De Gaulle war von 1958 bis 1969 elf Jahre Staatspräsident von Frankreich.

Seine Politik basierte auf der Verteidigung der französischen Unababhängigkeit und einer Bündnispolitik zur Sicherung der Interessen seines Landes.

De Gaulle wurde nach seiner militärischen Ausbildung zum Offizier ein General der französischen Truppen.

Im Zweiten Weltkrieg war de Gaulle 1940 zunächst Panzerdivisionskommandeur und später Unterstaatssekretär für nationale Verteidigung. Nach der französischen Niederlage 1940 organisierte der General von seinem Exil in London die Fortsetzung des Widerstands. Er wurde zur Symbolfigur des Widerstands (Resistance) gegen die deutschen Besatzer.

Am 18. Juni 1940 hielt de Gaulle in London seine berühmte Rundfunkansprache, in der er die Franzosen zum Widerstand gegen die deutschen Besatzer aufrief. Dies war der Gründungsakt der Resistance.

Der General nahm an der Invasion der Allierten in der Normandie teil und half mit eigenen Truppen bei der Befreiung Frankreichs von den deutschen Truppen. Als Repräsentant des Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsmacht sowie als Chef der provisorischen Regierung marschierte er im November 1944 in Paris ein.

Nach der Befreiung Frankreichs wurde der siegreiche General zum Regierungs- und Staatschef bis 1946 gewählt.
Von 1994 bis 1946 war er Chef der französischen Übergangsregierung.

1946 trat General Charles de Gaulle von seinem Amt zurück. Es folgten zwölf Jahre des inneren Exils, die de Gaulle zwischen Januar 1946 und dem Frühling 1958 in seinem Haus in Colombay-les-Deux-Eglises fern von Paris verbrachte.

Nach dem Aufstand der Algerienfranzosen kam er 1958 erneut an die Macht. Ende der 50er-Jahre wurde er mit der Bildung einer Regierung beauftragt und setzte eine Verfassungsreform durch, welche die Fünfte Republik begründete.

Am 8. Januar 1959 übernahm de Gaulle das Amt des Staatspräsidenten der Fünften Republik. Die Vorgängerregierung war unter anderem an den Folgen des Algerienkrieges gecheitert. Vor diesem Hintergrund hatte er sich weitreichende Machtbeugnisse für sein neues Amt einräumen lassen. Als erster Präsident der Fünften Republik beendete er die Kämpfe in Algerien, das unabhängig wurde. 1965 wurde er als Präsident in seinem Amt bestätigt.

De Gaulle betonte die nationale Selbständigkeit Frankreichs und entzog das Land immer mehr den europäischen Gemeinschaften.

Seine Aussenpolitik richtete sich gegen eine Vormachtstellung der USA in Europa.

1968 stürzte de Gaulle über die Studentenproteste in Frankreich. Nach der Niederlage im Volkentscheid vom 27. April 1969 trat Charles de Gaulle von seinem Amt als Staatspräsident zurück. De Gaulle hatte das Referendum über eine Regional- und Senatsreform mit der Vertrauensfrage und seiner politischen Zukunft verbunden.

Charles de Gaulle starb am 9. November 1970 in Paris.



    Charles de Gaulle-Bücher

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