André Malraux-Biografie

André Malraux
Albert Camus
französischer Politiker und Philosoph (1901 - 1976)

André Malraux wurde am 3. November 1901 geboren.

André Malraux war ein französischer Schriftsteller und Politiker des 20. Jahrhunderts.

André Malraux gehört zu dne lettres d'homme - den Politikern, die auch als Schriftsteller versiert waren.

André Malraux war unter Charles de Gaulle von 1959 bis 1969 Informations- und Kulturminister.

Nach seiner Schullaufbahn unternahm Malraux mehrere Reisen in den Nahen Osten und nach China, wo er u.a. an Ausgrabungen teilnahm. Während des spanischen Bürgerkriegs organisierte er Lufttruppen für die republikanische Streitkräfte.

Im Herbst 1944 schloss Malraux sich als Links-Gaullisten de Gaulles Bewegung an. Im August 1945 traf er erstmals de Gaulle. Beide bezeugten sich von da an grossen Respekt und Bewunderung.

Vom November 1945 bis Januar 1946 war er zunächst de Gaulles Informationsminister. Als de Gaulle 1947 das Rassemblement du Peuple Français als seine Parteiy gründete, wurde Malraux Leiter des Pressedienstes (bis 1953).

In den Jahren 1947-1958 kehrte Malraux zu seiner grossen alten Leidenschaft, der Kunst, zurück. Malraux schrieb Bücher über die Kunst: La Psychologie de l’art (1947-79), Musée imaginaire (1953-55).

Die Rückkehr de Gaulles in die Politik im Sommer 1958 veränderte Malraux’ Leben radikal. Im Juni 1958 wurde er zum Informationsminister ernannt, im Januar 1959 zum Staatsminister für kulturelle Angelegenheiten, welches Amt er bis zum Rücktritt de Gaulles 1969 behielt.

Als Staatsminister bereiste Malraux die Welt. Auf seinen Reisen wurde er von prominenten Staatsleuten seiner Zeit empfangen, von John F. Kennedy über Nehru bis Mao.

Seine Gefolgschaft de Gaulles brachte ihm jedoch auch die Feindschaft vieler ein, insbesondere jene Jean-Paul Sartres. Malraux und Sartre waren die beiden Antipoden unter den führenden Intellektuellen Anfang der 60er Jahre.

Seine linksintellektuelle Gesinnung und sein Interesse für den Existenzialismus machte ihn nicht nur zum prominenten Antifaschisten, sondern fand auch Ausdruck in zahlreichen Büchern.

Alle französichen Politiker sind es sich schuldig, als hommes de lettres aufzutreten. Und so veröffentlichte der Schriftsteller André Malraux zahlreiche Werke. Er war beeinflusst von Dostojewski, Friedrich Nietzsche, Oswald Spengler und André Gide.

Zwischen 1928 und 1937 veröffentlichte er seine vier grossen Romane. Diese Romane begründeten Malraux’ Ruf als Frühexistentialist. Insbesondere in »La Voie royale«, Malraux’ Roman, der am meisten philosophischen Tiefgang aufweist, nahm er schon einige von Sartres Thesen vorweg. Sartre bezeichnete Malraux einmal als seinen Johannes den Täufer.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen »Die Eroberer« (1928), »So lebt der Mensch« (1933) und »Die Hoffnung« (1937).

Gegen und nach Ende seiner politischen Karriere widmete Malraux sich seiner Autobiographie und setzte seine Werke über die Kunst fort.

Von seinem Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch schwer gekennzeichnet erkrankte er mehrfach schwer.

Malraux starb am 23. November 1976 in Créteil bei Paris.

Seine Asche wurde zwanzig Jahre später auf Veranlassung von Jacques Chirac in den Panthéon überführt und er wurde feierlich im Pantheon bestattet.




André Malraux

Kultur ist die Gesamtheit aller Formen der Kunst, der Liebe und des Denkens, die Verlauf von Jahrtausenden dem Menschen erlaubt haben, weniger Sklave zu sein.





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