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Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer
deutscher Philosoph und Autor (1788 - 1860)

Arthur Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 in der Freien Hansestadt Danzig als Sohn eines angesehenen Kaufmannes geboren.

Arthur Schopenhauer war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer des 19. Jahrhunderts. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Philosophen und als ein Vertreter des Pessimismus, Neuerer der Philosophie und Wegbereiter des Existenzialismus.

Arthur Schopenhauer lebte in einer großen philosophischen Zeitepoche und konnte z.B. Kant und Goethe noch persönlich kennenlernen. Beide waren von Schopenhauer beeindruckt, wobei Kant ihm den Weg ebnete, um als Philosoph seinen ersten Durchbruch zu erlangen.

Während die großen Geister - von Platon bis Hegel - über den Menschen und das Menschsein im allgmeinen nachdachten, stellte der protestantische Kaufmannssohn das Individuum mit seinem Willen in das Zentrum seines Denkens. Arthur Schopenhauer vereint in seiner Lehre ethische, metaphysische und ästhetische Aspekte. Er bezieht sich unter anderem auf Kant und Platon und gilt als Verfechter eines irrationalen Prinzips, auf dem die Welt basiert. Als erster Denker setzte er den Willen oder Trieb über die Erkenntnis und den Menschen, wie er leibhaftig im Dasein, im Leben steht, in den Mittelpunkt philosophischer Überlegungen gemacht hat.

Schopenhauer gilt in der Philosophie des 19. Jahrhunderts als Modernisierer. Das Ideal vom vernunftgeleiteten Menschen verwarf er und sprach dem triebgesteuerten Menschen den freien Willen ab. So wurde er auch zu einem Wegbereiter der Pychoanalyse.

Obwohl er sich selbst dem philosophischen Idealismus zurechnete, verband ihn vieles mit der Tradition des Empirimsus, für den kein Wissen ohne Erfahrungsbezug gab. Es gehört zu den ironischischen Begleiterscheinungen der Schopenhauerschen Philosophie, daß ihr Idealismus den großen Empiristen Locke und Hume mehr verdankt, als jenen zeitgenössischen Denkern, die ebenfalls unter dem Banner des Idealismus marschierten.

Er war der erste Weltverneiner und Atheist unter den protestantisch geprägten Philosophen. Als erster Denker setzte er den Willen oder Trieb über die Erkenntnis und den Menschen, wie er leibhaftig im Dasein, im Leben steht, in den Mittelpunkt philosophischer Überlegungen gemacht hat.

"Das Leben ist eine missliche Sache, ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen über dasselbe nachzudenken." So begründete der junge Arthur Schopenhauer gegenüber dem 78jährigen Dichter Wieland in Weimar seine Absicht Philosophie zu studieren.

Mitte des 19. Jahrhunderts galt Arthur Schopenhauer als grosser Modephilosoph. Das Miteinander des philosophischen Großversuches und geschliffenen Aphorismus in Form einer Lektüre haben ihn so überaus populär gemacht.

Schopenhauer unterschied wie Novalis das Erkennen nach dem Prinzip der Kausalität von der intimen und leibnahen Art, die Natur von innen zu verstehen. Nur in sich selbst, erlebe der Mensch, was die Welt noch ist, außer daß sie ihm als Vorstellung gegeben ist. Der Mensch, der sich selbst erfährt, erlebt die Innenseite der Welt.

1806, ein Jahr nach dem Tod des Vaters, zog seine Mutter mit seiner jüngeren Schwester Adele nach Weimar. Arthur setzte seine Lehrausbildung zunächst in Hamburg fort, brach sie dann jedoch auf Anraten von Carl Ludwig Fernow ab und besuchte ab 1807 das Gymnasium Illustre in Gotha.

Noch im gleichen Jahr zog er zu seiner Mutter und seiner Schwester nach Weimar. In Weimar machte er die Bekanntschaft von Johannes Daniel Falk und Zacharias Werner. 1809 verliebte er sich unglücklich in die Schauspielerin und Opernsängerin Caroline Jagemann, die Geliebte des Herzogs Carl August.

Im Jahre 1811 siedelte Schopenhauer nach Berlin über, in der Erwartung, an Fichte einen großen Geist und Philosophen kennen zu lernen. Doch fand er sich bald enttäuscht, und an die Stelle der Verehrung trat nun Geringschätzung und Spott.

Von 1814 bis 1816 lebte Schopenhauer in Dresden. In dieser Zeit arbeitete er intensiv an seinem Hauptwerk »Die Welt als Wille und Vorstellung«, welches in die vier großen Teile Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästetik und Ethik unterteilt ist.
Anfang 1819 erschien sein Hauptwerk im Brockhaus-Verlag in Leipzig. Für Schopenhauer ist der Wille ist das bestimmende Prinzip des Lebens und das Leben ist dem Willen unterworfen. Dieser Wille ist zeit- und grenzenlos und, vor allem, unstillbar. Auch weiß er nicht, hat also weder Gedanken noch Vernunft, sondern er will nichts anderes als einfach nur wollen. Schopenhauer hat darin ein Weltbild entworfen, daß von tiefem Pessimismus bestimmt war, denn für ihn hieß das Leben vor allem Leiden.

Humboldt-Universität 1820 begann Schopenhauer an der noch jungen Berliner Universität zu lehren, wo der Philosoph Hegel bereits eine etablierte Größe war. Dabei kam es zu dem berühmten Streit mit den berühmten Philosophen Hegel. Schopenhauer setzte seine Vorlesungen zeitgleich mit denen Hegels an, hatte aber nur wenige Zuhörer, da die Studenten Hegel bevorzugten.

historische Stadtansicht von Berlin Bei Ausbruch einer Choleraepidemie in Berlin 1831 floh Schopenhauer - anders als sein Gegenpart Hegel, der ihr zum Opfer fiel - nach Frankfurt am Main, wo er sich auf Dauer niederließ.

Aphorismen zur Lebensweisheit 1851 erschienen die »Parerga und Paralipomena« (»Nebenwerke und Zurückgelassenes«) in 2 Bänden mit dem Hauptstück »Aphorismen zur Lebensweisheit«.

Schopenhauer war ein bedeutender Vertreter der Moralphilosophie. Schopenhauers Moralphilosophie gründet nicht in der Autonmie des Menschen, nicht in seiner Fähgkeit, sich selbst das moralische Gesetz zu geben, dem er sich unterwirft. Sie stützt sich vielmehr auf die Erkenntnis, daß der Mensch Teil eines zusammenhängenden, unzerstörbaren großen Ganten ist. So hat auch das Mitleid als moralische Triebfeder seinen Ursprung in der metaphysischen Wahrheit, daß unsere inividuelle Existenz nur Schein, die Einheit aller Wesen aber Wirklichkeit ist. Er entwickelte Gedanken über die Grundlage der Moral und begründete die Ethik des Mitleids.
Friedrich Nietzsche In seiner Philosophie betrachtet er den Willen als die zentrale Kraft der menschlichen Existenz - eine Vorstellung, die von Friedrich Nietzsche später übernommen wurde. Der Wille ist von der Natur als vorgegebenes Gesetz bestimmt, er ist zeit- und grenzenlos und vor allem, unstillbar.

Ludwig Feuerbach/h1> Schopenhauer sah, wie Feuerbach in der Religion den Ausdruck eines natürlichen menschlichen Bedürfnisses nach Selbstverständigung, hinter die Wahrheit wie in einem verborgenen Spiegel sichtbar wird: bei Feuerbach als Projektion mehsnchlicher Idealvorstellungen und bei Schopenhauer als Allegorie. Beim Optimisten Feuerbach und beim Pessimisten Schopenhauer trägt diese Wahrheit jedoch ein sehr unterschiedliches Gesicht: Feuerbach sieht in der leiblichen Existenz des Menschen das Medium seiner Befreiung, für Shcopenhauer ist sie das Meidum eines unaufhebbaren Leidens.

Schopenhauer gilt als Vertreter des Pessimismus, der das Leben als Leiden definiert.

Die Welt als Wille und Vorstellung. Zu seinen bekanntesten Werken gehören sein philosophisches Hauptwerk »Die Welt als Wille und Vorstelllung« (1819), »Ueber den Willen in der Natur« (1836) und die »Parerga und Paralipomena« (1851) mit den »Aphorismen zur Lebensweisheit«.

Er vertrat als einer der ersten Philosophen des 19. Jahrhunderts die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liegt.

Schopenhauer bevorzugte einen aufgeklärten monarchischen Absolutismus, weil sich nur so die Menschen zügeln und regieren ließen. Er sprach von einem „monarchischen Instinkt im Menschen“.

Am Ende seines Lebens genoß er die Bewunderung seiner Person.

Arthur Schopenhauer starb am 21. September 1860 an einer Lungenentzündung in Frankfurt am Main. Auf die Frage, wo er beerdigt werden wolle, hatte er geantwortet: »Es ist einerlei. Sie werden mich finden.« Seine letze Ruhestätte befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

Arthur Schopenhauer-Bücher - Arthur Schopenhauer-Werke


    Arthur Schopenhauer-Werke

Die Welt als Wille und Vorstellung.
Die Welt als
Wille und Vorstellung.
Die Welt als Wille und Vorstellung.
Die Welt als
Wille und Vorstellung.
Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie.
Aphorismen zur Lebensweisheit
Aphorismen zur
Lebensweisheit
Parerga und Paralipomena I.
Parerga und Paralipomena
Schopenhauer für Gestresste.
Schopenhauer
für Gestresste



  Zur Philosophie von Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Unter dem Einfluss von Platon und Immanuel Kant vertrat Schopenhauer in seiner Erkenntnistheorie die Position des Idealismus.

Schopenhauer beschritt jedoch innerhalb dieser Grundauffassung einen eigenen, subjektivistischen Weg („subjektiver Idealismus“) und lehnte die Geschichtsphilosophie Hegels ab.

Moralphilosophie, so Schopenhauer, soll dem Menschen nicht vorschreiben, was er zu tun hat. Es hat keinen Sinn, den Menschen belehren zu wollen, denn dieser wird vor allem vom Egoismus gelenkt und ist damit immun gegen philosophische oder theologische Belehrungen. Statt mit erhobenem Zeigefinger den Moralapostel zu spielen, setzt Schopenhauer auf die Beobachtung und Beschreibung des menschlichen Verhaltens.

Moralphilosophisch formulierte Schopenhauer im Unterschied zu Kant eine Mitleidsethik. Dabei fand er etwas in der menschlichen Natur, was einen kleinen Trostschimmer in sein pessimistisches Weltbild wirft: das Mitleid. Für Arthur Schopenhauer war das Mitleid die "allein echte moralische Triebfeder" und damit Grundlage der Ethik. Die Fähigkeit, das Leid anderer Menschen (oder auch Tiere) zu teilen, macht für Schopenhauer die wahre Grundlage der Moral aus.



    Schopenhauer-Werke

Sämtliche Werke in fünf Bänden
Sämtliche Werke in fünf Bänden
Die Kunst, glücklich zu sein.
Die Kunst,
glücklich zu sein.
Die Kunst, mit Frauen umzugehen.
Die Kunst,
mit Frauen umzugehen.
Die Kunst, Recht zu behalten.
Die Kunst,
Recht zu behalten.
Über das Nitleid
Über das Mitleid.



Die Kraft des Lebens. 2 CDs
Die Kraft des
Lebens. 2CDs
Eristische Dialektik. CD
Eristische Dialektik. CD



Arthur Schopenhauer

Wir fühlen den Schmerz,
aber nicht die Schmerzlosigkeit;
wir fühlen die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit;
die Furcht, aber nicht die Sicherheit.





Internet

Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer - www.literaturland-thueringen.de
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  Bearbeitungsstatus
Erstellt: 20.03.2009 Anzahl Akt: 4 Zuletzt aktualisiert: 22.02.2021





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